Herzlich willkommen in Philadelphia!

 

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 Zur Geschichte

 1713-1718 wurde unter dem  Soldatenkönig  Friedrich Wilhelm I. als  Außenstelle der Domäne Groß-Schauen am  Flößerkanal, unterhalb von Storkow, mitten  in der Heide eine Schäferei erbaut. Die Wolle wurde auf dem Wasserweg nach Berlin gebracht und dort zu preußisch-blauen Uniformen verarbeitet.

Nach 1760 wurden durch königliche Edikte Familien in der Nähe der Schäferei angesiedelt, die als Tagelöhner und Spinnbüdner tätig waren. Die Lebensbedingungen waren ärmlich und schwierig, so dass manche den Mut verloren und heimlich das Land verlassen wollten. Da diese Menschen dringend nötig waren für die Versorgung Preußens, wurden 1766 - nach den Schlesischen Kriegen - Invaliden und Veteranen sowie weitere 8 Familien aus Sachsen angesiedelt.

1722 bekam das Kolonistendorf in Anlehnung an die "Neue Welt" durch Friedrich II. persönlich den Namen

PHILADELPHIA

Ab 1860 - die Stoffe wurden inzwischen maschinell hergestellt und Berlin entwickelte sich zur Großstadt - begann der Aufschwung der Ziegelbrennerei. Alle Teiche im Ortsgebiet sind Tongruben aus jener Zeit. Der Flößerkanal wurde zum "Storkower Kanal" ausgebaut, um die Ziegelsteine auf dem Wasserweg nach Berlin zu transportieren. Die Lastkähne wurden am Kanal an einem Seil gezogen ("getreidelt"). Davon zeugt noch der "Treidelweg" zwischen Philadelphia und Kummersdorf.

1900 hatte Philadelphia 116 Einwohner.

1910 wurde der Ziegeleibtrieb endgültig eingestellt und nur noch Landwirtschaft betrieben.

Heute hat Philadelphia ca. 300 Einwohner und mancher Berliner hat sich aus der Großstadt zurückgezogen und hier sein neues Eigenheim gebaut.

Philadelphia ist ideal für Leute, die einerseits Ruhe suchen und andererseits auf die Nähe der Großstadt Berlin Wert legen.

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